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Es gibt Menschen, die haben zu nichts und niemand eine eigene Meinung. Vielleicht tun sie das, um nicht angreifbar zu sein. Werden sie konkret auf etwas angesprochen, winden sie sich wie ein Aal. Ich gehöre nicht zu dieser Sorte. Ich bin der Auffassung, dass man Stellung beziehen sollte. Was nicht bedeutet, dass man zu alles und jedem seinen Senf dazugeben muss. Doch manche Dinge im Leben sollte man klipp und klar sagen (dürfen). Hier werde ich immer wieder mal meine ureigenste Meinung zu den verschiedensten (alphabetisch geordneten) Punkten wiedergeben. Frei nach dem Motto: Ich denke, also bin ich.

D wie DDR

Mehr als 100.000 Worte bräuchte ich, um mein Entsetzen für diese Diktatur auszudrücken. Und sie würden nicht reichen. Also bleibt mir nur hier das Wesentliche: Ich ziehe meinen Hut vor den Mitbürgern, die es geschafft haben, uns auf friedliche und unblutige Weise wieder zu vereinen. Wir sind ein Volk!

D wie Drittes Reich

Mehr als 100.000 Worte bräuchte ich, um mein Entsetzen für diese Diktatur auszudrücken. Und sie würden nicht reichen. Also bleibt mir nur hier das Wesentliche: Ich ziehe meinen Hut vor den Menschen, die es geschafft haben, in dieser Zeit trotzdem Menschlichkeit zu praktizieren.


H wie Haiku


Japanische traditionelle Gedichtform. Jeder, der mich kennt, wird sofort sagen: "Werner und Gedichte? Nie und nimmer!" Trotzdem hat mich ein Radiobericht zu einem bescheidenen Haiku inspiriert, der meine Meinung zu einer recht arroganten Aussage wiederspiegelt. Es gibt mittlerweile verschiedene Formen des Haiku, die heiß diskutiert werden. In Japan scheint Jedermann (und -frau) Haikus zu dichten. Tatsächlich wird es in allen (?) Schulen unterrichtet. Mir gefällt eben die traditionelle Form, welche eine einfache Regel hat: 3 Zeilen und darin die Silbenfolge 5-7-5. Hier also meine ersten Haiku:

„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ Dieses Zitat wird Brecht zugeschrieben, stammt aber von Rosa Luxemburg. Es klingt mir aber zu militaristisch, auch wenn Rosa Luxemburg es sicher nicht in diesem Sinne geschrieben hat. Für mich drückt es aber eine grundsätzlich positive Einstellung aus, die mich zu meinem dritten Haiku inspiriert hat.

Menschen in Massen,
so unerträglich und dumm.
Ein Mensch: liebenswert.
(28.06.2013)

Etwas tun. Scheitern?
Nichts tun. Niemals gewinnen.
Welchen Weg nimmst du?
(19.03.2013)

Kein Autor. Autor.
Ich schreibe, also bin ich.
Stets besser werden.
(26.09.2012)

Krone der Schöpfung?
Größtes Raubtier auf Erden.
Reißzähne im Kopf.
(13.09.2012)

Wer will, kann mit mir auf Facebook darüber diskutieren.


P wie Perry Rhodan

Tja, Perry Rhodan: Das war damals als Junge tatsächlich mein Einstieg in die SF. Natürlich habe ich relativ schnell Zugang zu anderen Autoren und Büchern bekommen, aber eines muss ich PR hoch anrechnen: Meine Einstellung zu Politik, Gesellschaft und zur Spezies Mensch hat PR definitiv ausschlaggebend beeinflusst. Weit mehr als dies Eltern, Lehrer oder Ausbilder auch nur ansatzweise vermochten.

Es ist mir scheißegal, ob einer Russe, Türke, Deutscher, Holländer oder Marsianer ist. Es gibt in jedem Land und jeder Kultur A…löcher und Supertypen; mit allen Abstufungen dazwischen. In meiner Schulzeit waren – neben zig Franken – meine besten Freunde Spanier, Türken und ein Ire. Sozial gehörten auch ein Jungrocker und ein Einarmiger dazu, einer mit Hasenscharte, alles völlig wurscht. Wichtig war und ist für mich nur, dass es coole Typen (und natürlich auch Mädels) waren.

Ich hab noch eine Szene vor Augen: Ich sitze mit einem Kumpel im Café und wir quasseln (über Mädels) und mittendrin sagt er zu mir: “Gell, Werner, das ist dir egal!?” Ich: “Was?” Er: “Na, das ich eine Hasenscharte habe.” Ich trocken: “Scheißegal.”

Oder auch nicht schlecht: Nachts auf Tour, alle besoffen und wir geraten in ein Rockerlokal. Blicke taxieren uns und zwei Ledermännchen stehen auf und setzen ein Hey-ihr-kommt-uns-gerade-recht-Gesicht auf. Bevor die auch nur "Gack" sagen können, kommt deren Präsi aus den Rauchschwaden aufgetaucht und stellt sich dazwischen. Seine amputierte Rechte mit Hook-Prothese zuckt vor. Dann dröhnt er: “Dess is mei Freind, der Wärnä, dem tudd ihr nix. Geh her, host an Durscht?” Der Abend und unsere Gesichter waren gerettet. Nach Bier Nr.5 sagt er. “Du warst anner der wenigen, die gar nix zu meim Arm gsacht ham. Du hast mit mir ganz normal gredt. Des vergess ich ned.”

Was ich damit sagen will? Siehe oben und: Das ach so arg belächelte und der Trivialität bezichtigte SF-Heftchen Perry Rhodan hat es geschafft, aus mir einen vorurteilsfreien Menschen zu machen. Offen auf Leute zuzugehen. Ideologien und Hasstiraden á la Ku-Kux-Klan, Neo-Faschisten und anderen Vollpfosten haben bei mir keine Chance. Und deswegen reagiere ich auch so empfindlich auf alle Ansätze, in denen Leute andere herabsetzen, nur weil sie gelbe, rot, blaue Haut tragen oder anderes Zeug essen und andere Klamotten tragen.

Danke Perry Rhodan


S wie Soziale Netzwerke

Also Facebook http://www.facebook.com/werner.karl.12 ist mir genug. Und ich finde es zwar verständlich, dass ein Verlag einem/einer AutorIn Aktivitäten in anderen Netzen empfiehlt, weil es eben (möglicherweise) Multiplikatoren sind. Aber eines sollten sich die Marketing-Spezialisten ständig vor Augen halten: Jede Stunde, die ein Autor dort verbringt, fehlt ihm für seine eigentliche Arbeit. Ich finde auch, dass wir eine "Marktbereinigung" dieser Netzwerke erleben werden. In wie vielen Netzen sollen wir denn noch aktiv sein? Und ist es denn nicht auch den Lesern/Fans/Freunden gegenüber unfair, wenn man im Netz A etwas wirklich Interessantes postet und in Netz B und C und D eben nicht; einfach aus Zeitgründen?

Hier sollte man sich eindeutig gegen solche Forderungen wehren dürfen und standhaft bleiben. FB schön und gut, aber das sollte als Kommunikationsplattform doch wohl alles bieten, was sich alle Beteiligten wünschen.

Außerdem hat fast jeder eine eigene Website, die gepflegt werden will. In meinem Fall kommt noch die Arbeit als Chefredakteur des www.buchrezicenter.de und meine Mitarbeit im www.sfbasar.de dazu. Ganz unabhängig von der Tatsache, dass ich (gottseidank) einen Vollzeitberuf mit Freude und Engagement ausübe. Dazu natürlich Familie, Freunde, Nachbarn ... und ach ja: schreiben, schreiben, schreiben!


U wie Urheberrecht


Das Urheberrecht ist eines der elementaren Rechte in unserem Staat. Das geistige Eigentum eines Kreativen ist seine Leistung, sein Schaffen, sein Einkommen, ja mitunter sein einziger Weg, seinen Unterhalt zu bestreiten. Warum sollte das, was seit zig Jahren gilt, plötzlich nicht mehr gelten? Nur weil zu den klassischen Publikationsformen ein neues Medium - das Internet - hinzugekommen ist? Natürlich steht es jedem Autor, jeder Autorin frei, Teile von Texten oder ganze Werke ins Netz zu stellen. Aber warum sollte damit das angestammte kommerzielle Nutzungsrecht plötzlich verfallen? Die Texte sollten vor Missbrauch geschützt sein, sprich vor Plagiatsversuchen. Was nicht gleichzusetzen ist mit der (vom Autor ja mit Einstellung der Texte vorgesehenen und erwünschten) privaten Nutzung der Texte, also dem Lesevorgang. Das Internet als fantastischen Multiplikator zu nutzen ist legitim. Die eingestellten Texte als Leser kostenlos zu nutzen ebenso. Eine illegale Verwendung durch Dritte aber nicht. Hierfür gibt es das Urheberrecht ... und das ist gut so.



W wie Wörter

Es gibt Wörter, die mich ansprechen und inspirieren, ja, die ich schlichtweg genieße, wenn ich sie höre oder ausspreche. Und dann gibt es Wörter, die mich auf die Palme bringen. Hier werde ich ab und an solche Wörter - in beiden Kategorien - "präsentieren":
Lieblings-Wörter
- Fräulein: Leider heutzutage völlig verpönt und gesellschaftlich/politisch unkorrekt. Trotzdem hatte es immer einen sympathischen Klang, eine (männliche) Verneigung vor einer jungen Frau. Im Umkehrschluss eine sehr junge Frau - von 18 aufwärts bis, nun ja ... ähm ... bis x Jahren - mit Frau soundso anzusprechen, ist in meinen Augen schon fast eine Beleidigung und Ignoranz der Jugend. Natürlich war die Verwendung für unverheiratete ältere Frauen auch nicht sehr höflich. Trotzdem hat Fräulein ein Kompliment in sich getragen, dass nun nicht mehr zur Verfügung steht.

Hass-Wörter
- freistellen: Leider hier nicht im grafischen Sinne von "ein Objekt vom Hintergrund freistellen" verwendet, sondern das Adjektiv im Bezug auf Arbeitsplätze. Freistellen suggeriert unwillkürlich "der betroffenen Person wieder die Freiheit geben". Oh ja, das ist doch gut, so positiv. Völliger Schwachsinn! Freistellen steht für Kündigung/Entlassung/Rauswurf; die Person verliert ihren Arbeitsplatz und damit erst mal ihre finanzielle Grundlage. Dies mit so einem beschönigenden, nein: verlogenen (!) Wort zu umschreiben, ist für mich Volksverdummung und Augenwischerei pur.
 

 

 

 

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